Inklusion wird bei der Deutschen Bahn leider nicht als prioritäres Anliegen betrachtet.
Dadurch verzögert sich der barrierefreie Umbau unseres Bahnhofs in Ettlingen West erneut was bedeutet, dass dieser weiterhin ein unsicherer Ort bleibt. Es ist für Rollstuhlfahrer schlicht unmöglich, Gleis 2 aus Karlsruhe kommend zu verlassen. Auch für andere Fahrgäste, ob mit oder ohne Hilfsmittel, ist die Situation gefährlich. Es kommt häufig vor, dass Fußgänger, Radfahrer und selbst Eltern mit Kinderwagen die Gleise überqueren, was ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellt. Die Deutsche Bahn ist für die derzeitige Situation verantwortlich, indem sie Vorschläge seitens der Stadt ignoriert und die Kostenaufteilungen kurzfristig zu ihren Gunsten ändert. Zusammengefasst teilt die Deutsche Bahn mit, dass der Bahnhof Ettlingen West aufgrund der aktuellen politischen Rahmenbedingungen und des Haushalts „depriorisiert“ wird. Bis 2029 werden keine finanziellen Mittel bereitgestellt.
Es gibt jedoch immer einen Hoffnungsschimmer, denn unsere Stadt hat sich das Ziel gesetzt, alle Alternativen zur Deutschen Bahn barrierefrei umzugestalten. Unsere Bushaltestellen erfahren zudem eine vorrangige Behandlung. In Bezug auf Inklusion ist Ettlingen der Deutschen Bahn somit deutlich voraus.
Daniela Adomeit, Stadträtin